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Wendehals (Jynx torquilla)

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Wendehals
Wendehals

In die Ordnung der Schreitvögel, gehört der Grau - oder Fischreiher (Ardea cinerea).

Der Wendehals ( Jynx torquilla ) ist der einzige europäische Vertreter Gattung in Europa. Seine Größe liegt bei 17cm und das Gewicht beträgt bis etwa 50g. Das Gefieder hat eine rindenfarbige Tarnfärbung. Sein Schnabel ist auffallend spitz ebenso, wie der lange, graubraune Schwanz, der mit drei undeutlich dunkelbraunen Querbinden versehen ist.

Von Großbritanien bis zum Ural und im Norden bis zum Polarkreis, im Südwesten bis nach Spanien reicht das Brutgebiet. Der Wendehals ist der einzige Langstreckenzieher unter den europäischen Spechten. Ab Mitte August erfolgt der Wegzug, immer mehr Vögel überwintern in Südeuropa, Südspanien, dem südgriechischen Festland sowie auf einigen griechischen Inseln, die meisten fliegen jedoch nach Afrika. Ende März kommen die ersten Heimzieher bei uns an, der Wendehals zieht vor allem nachts und meist einzeln.

Im seinem Brutgebiet ist der Wendehals auf das Vorkommen bestimmter Ameisenarten angewiesen, wobei Wegameisen sowie Rasenameisen bevorzugt werden. Larven und Puppen überwiegen, werden am liebsten gefressen, doch gehören voll ausgebildete Ameisen ebenso zur Nahrung des Wendehals.

Wendehälse räubern mitunter die Brut anderer Höhlenbrüter, in der Hauptsache die von Meisen und Fliegenschnäppern. Die Gelege werden zerstört und gefressen, ebenso kleine Jungvögel. Diese werden gelegentlich auch an die eigene Brut verfüttert. Die Nahrung wird fast ausschließlich am Boden mit Hilfe der langen, klebrigen Zunge aufgelesen. Unverdauliche Nahrungsbestandteile werden als Speiballen ausgewürgt. Der Wendehals ist nicht wie andere Spechte in der Lage, mit seinem Schnabel die Rinde von Bäumen zu lösen und darunter nach Insekten zu suchen.

Der Wendehals ist ein Höhlenbrüter, der aber selbst keine Höhlen bauen kann. So ist er auf natürlichen Baumhöhlen oder Spechthöhlen angewiesen. Auch Nistkästen nimmt er an. Da die Art meist recht spät im Brutgebiet eintrifft, werden nicht selten schon besetzte Bruthöhlen okkupiert und die Vorbesitzer samt Eiern oder Jungen entfernt.

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