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Raubtiere


Kegelrobbe (Halichoerus grypu)

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Kegelrobbe
bei Warnemünde
Kegelrobbe
bei Warnemünde

Kegelrobbe (Halichoerus grypu) und Seehund sind die an deutschen Küsten lebenden Robbenarten.

Die Kegelrobbe ist das größte in Deutschland lebende Raubtier, sie kann bis zu 300 kg wiegen. Ihren Namen hat sie wegen der kegelförmig geformten Schnauze bekommen.

Männchen sind auf dunkelgrauem Grund hell gefleckt, Weibchen sind dagegen dunkelgrau auf silbergrauen Grund gefleckt. Jungtiere werden mit weißem Embryonalhaar geboren, das nach etwa 5 Wochen durch normales Fell ersetzt wird.

Kegelrobben sind im Wattenmeer, viel seltener als Seehunde. Aus archäologischen Funden weiß man, dass noch im Mittelalter Kegelrobben und Seehunde gleichermaßen häufig waren. Wegen dem jahrzehntelangen starken Jagddruck, verschwand die Kegelrobbe fast vollständig aus dem Wattenmeer. Erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erfolgte die allmähliche Rückkehr der Tiere.

Daß es in der westlichen Ostsee heute - abgesehen von einigen verirrten Einzeltieren - keine Kegelrobben mehr gibt, hängt mit der Ausrottungskampagne des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts zusammen. Die Fischer der Küsten behaupteten, daß sie wegen der Robben in ihrer Existenz bedroht wären. Für jede getötete Robbe wurde nun eine Prämie gezahlt und bis 1930 waren dann Seehund und Kegelrobbe in der westlichen Ostsee völlig ausgerottet.

Bei ihrer Tauchjagd auf Hering, Dorsch und andere Fische, erreicht die Kegelrobbe Tiefen von etwa 90 m.

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Kegelrobbe
bei Warnemünde
Kegelrobbe
bei Warnemünde
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Kegelrobbe
bei Warnemünde
Kegelrobbe
bei Warnemünde