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Fledermäuse


Braunes Langohr (Pipistrellus pipistrellus)

Nr.
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A

Fledermäuse (Microchiroptera) sind Säugetiere, die zusammen mit den Flughunden die Ordnung der Fledertiere bilden. Zu dieser Ordnung gehören die einzigen Säugetiere, die aktiv fliegen können. Rund 900 Fledermausarten leben weltweit. In Europa sind etwa 40 Arten vertreten, davon knapp 30 auch in Mitteleuropa.

Fledermäuse kommen auf allen Kontinenten der Erde mit Ausnahme der Antarktis und allen polaren Regionen vor. Fledermäuse haben ein dichtes, seidiges Fell, das meistens grau bis braun oder schwärzlich gefärbt ist. Auffälligstes Merkmal der Fledermäuse ist wie bei den Flughunden, die Flugmembran, die erst zum aktiven Fliegen befähigt.

Die Köpfe der verschiedenen Fledermausarten unterscheiden sich beträchtlich. Während manche an Gesichter anderer Tiere erinnern – zum Beispiel an Mäuse, darum auch der Name dieser Gruppe – haben andere besondere Strukturen entwickelt. Viele Arten haben Gesichtsstrukturen, die zum Aussenden oder Verstärken der Ultraschalllaute dienen.

Die meisten Fledermausarten ernähren sich von Insekten, die sie meist im Flug erbeuten. Größere Arten fressen auch kleinere Säugetiere wie Nagetiere, kleinere Zugvögelarten und andere Fledermäuse, Frösche und Fische. Die drei Arten der Vampirfledermäuse ernähren sich vom Blut anderer Tiere.

Mit ihrer Ultraschallortung haben Fledermäuse eine sehr effektive Methode entwickelt, die es ihnen ermöglicht, sich im Dunkeln zurechtzufinden und zu jagen. Dabei stoßen sie Ultraschallwellen aus, die von getroffenen Objekten als Reflexionen zurückgeworfen werden. Die Echos werden von der Fledermaus empfangen und in die richtige Abfolge gebracht. Durch die Zeitunterschiede der empfangenen Echos, kann das Gehirn die Umgebung erfassen und somit kann die Fledermaus orten, wie weit ein Baum oder Insekt entfernt ist und sogar, mit welcher Geschwindigkeit und in welche Richtung sich ein Beutetier bewegt.